Meinungsfreiheit – eine Ranrede
Vorab: Den Ist-Zustand der Meinungsfreiheit in eindeutigen Worten beschreiben, ist für mich unmöglich. Ich werde mich also ranreden müssen. »Ranreden«, das ist eine eingestaubte Übung in einer Zeit, in der die schnellste Meinung zählt. Sich ranreden, das ist eine Zumutung. Für Schreiber und Leser. Ranreden, das ist wie wandern im Hochgebirge. Im Nebel. Ohne Karte. Mit Umwegen, Irrwegen, Abgründen und Sackgassen.
Von Philipp Schaller (Foto: Paula Jakob)


Ein Kabarettist! – Wie stolz das klingt!
Das waren noch Zeiten, als Kabarettisten und Publikum ein Ei und ein Kuchen waren. Als man sich einig war in der Ablehnung von „denen da oben“. Als am Ende der Vorstellung das Publikum unisono Beifall klatschte und allen klar war, die Kabarettisten haben gesagt, was wir alle denken.
Von Olaf Kirmis

